
Zum 9. November kommen wir vom Kulturzentrum KFZ und dem Hessischen Landestheater Marburg zusammen, um die Vergangenheit zu erinnern, das Heute zu bezeugen und ein gutes, rassismus-sensibles, konstruktives Morgen zu gestalten.


Auch heute gilt leider und auch erschreckenderweise wieder:
„Was sind das für Zeiten, wo
Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist.
Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!“
Ausgehend von Bertolt Brechts Gedicht „An die Nachgeborenen“ standen wir vor der schrecklichen Erkenntnis, dass
· ein Erinnern an die Nacht des 9. November 1938,
· ein Erinnern an die Novemberpogrome,
· ein Erinnern an den Holocaust
– welches wir aufgrund unserer historischen Verantwortung unabdingbar notwendig und richtig finden –
– ein solches Erinnern, die Gräuel von Heute immer im Blick haben muss.
Denn:
Ein Schweigen über damals darf nicht sein.
Ein Schweigen über Heute darf nicht sein.
Auch wenn wir angesichts des Leids von einst am liebsten verstummen wollen.
Auch wenn wir angesichts des Leids von heute so oft verstummen.
Aber das wäre ein Verbrechen.
Wir müssen die Stimmen erheben,
besonders in diesen Zeiten,
die uns Fragen aufgeben,
die uns umtreiben,
die uns aufrütteln.
Im Erinnern an Gestern,
in tiefer Sorge um Heute und
in der Zuversicht für Morgen.









